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Ersteinweisung des Anwenders nach MPG
durch einen Ultraschallgeräte-Medizinprodukteberater


Nach § 32 Abs.1 MPG ist bei Erstauslieferung eines medizintechnischen Geräte eine Einweisung des Betreibers bzw. des Anwenders durch einen qualifizierten Medizinprodukteberater notwendig, die auch die Information über die Fehlermöglichkeiten und die diagnostischen Grenzen des Gerätes einschließt.

Diese Ersteinweisung sollte:
· zur wechselseitigen Absicherung des Herstellers / Vertriebsunternehmen wie auch des Gerätebetreibers über die Weitergabe und den Empfang der wesentlichen Informationen zum Medizin­produkt dienen.
· zur Erfüllung und zum Nachweis der Anforderungen des MPG an den Hersteller und den Medizinprodukteberater bezüglich der fach­kundigen Ersteinweisung des Anwenders in das medizintechnische Gerät.

Im Rahmen der Ersteinweisung sollte:
· dem Anwender Beurteilungskriterien für die Produktbeobachtung mit Handlungs­empfehlungen bei Störungen und bei Verdacht auf fehlerhafte Funktions­einschränkungen des Gerätes gegeben werden.
· dem Betreiber ein Leitfaden für die Durchführung der notwendigen periodischen Funktions­prüfungen (Konstanzprüfungen) gegeben werden.

Die korrekte Ersteinweiung durch den MPB sollte mind. mit z.B. folgenden Dokumenten belegt werden:
· Darlegung der allgemeinen Gerätedaten.
· Darlegung bezüglich der Einordnung des Gerätes nach KV-Recht (inkl. IEC-1157-Daten), nach MPG und bezüglich der EG-Konformität (CE-Zeichen).
· Aufklärung über denkbare Bedienungsfehlerfolgen.
· Aufklärung über denkbare Gerätefehlerfolgen.
· Aufklärung über Produktbeobachtung und empfohlener Maßnahmen bei Verdacht auf Fehlfunktionen.
· Darlegung der regelmäßig empfohlenen Betreiber-/Anwenderseitigen QS-Kontrollschritte (Konstanzprüfungen).


Aufklärung über mögliche Bedienungsfehlerfolgen

Punkt
(Beispiele)

Diagnostischer Sinn bzw. Konsequenz(en)

Notwendige laufende QS-Maßnahmen des Anwenders
Zeitkonstanz der Befunde
Richtige Bedienung der TGC
Optimierung der ROI-Darstellung
Bedienung des Dämpfungs-/Verstärkungsreglers
u.a. Vorrausetzung zur Differential­diagnose von Zyste/Tumor, Vermeidung von Übersteuerungs­verhalten
Verwendung der Maßstabsskala, zugrunde­liegende Umrechnungsfaktoren
Ablesegenauigkeit, Grenzen der geometrischen Darstellungstreue
Richtige Bedienung des Calipers
Fehlergrenzen, max. Genauigkeit von Distanzangaben
Beachtung des ALARA-Prinzips
Akustische Leistungsabgaben, evtl. Beschränkungen von Beschallungsdauern
Umfang der Dynamik und Gesamtempfindlichkeit
Grenzen der Bildinterpretation und der Darstellbarkeit leiser Echos
Richtige Wahl des/der Schallkopfes/-frequenz für den vorgesehenen diagnostischen Zweck.
Eindringtiefe, Auflösung und ROI-Optimierung nach vorliegendem Anwendungsfall
Beachtung der Totzeiten bzw. - zone (evtl. schallkopfabhängig)
Sinnvoller Auswertebereich, Nicht­darstellung schallkopfnaher Gewebe­strukturen
Beachtung von Latenzzeiten in der Darstellung
Differentialdiagnose von Membranen durch Bewegungsanalysen
Übereinstimung von Monitorbild und Dokumen­tations­ausdruck
Dokumentationssicherheit




Einzelpunkte zur
Produkbeobachtung
- Beispiele -

Mangelhafte Eindringtiefe und Auflösung
Zu große Totzone (evtl. schallkopfabhängig) und verspäteter Beginn des verwendbaren Auswerte­bereich
Leichtes, häufiges Übersteuern der Darstel­lungen
Unzureichende Möglichkeit zur Optimierung auf die ROI
Fehler des Dämpfungs-/Verstärkungsreglers
Verdacht auf fehlerhafte Distanzangaben und Maßstabsskala
Mangelnde Fähigkeit zur Differentialdiagnose Zyste/Tumor
Nichtdarstellbarkeit leiser, aber dem vorgesehenen Anwendungsfall des Geräte entsprechender diagnostisch-relevanter Echos
Verdacht auf überhöhte akustische Leistungsabgaben
Probleme bei der Differentialdiagnose von Membranen durch Bewegungsanalysen
Erhöhte, zu lange Latenzzeiten in der Darstellung
Allgemeine Veränderungen in der Bild­qualität



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